Gemeinde Baddeckenstedt

Die Gemeinde Baddeckenstedt besteht aus den Orten Baddeckenstedt, Binder, Rhene, Oelber am weißen Wege und Wartjenstedt.

Fläche der Gemeinde in km²   20,47
Einwohner Grundlage Zensus 2022 (Stand 30.09.2025)  2.939

Sehenswürdigkeiten: Schloss Oelber am weißen Wege

Allgemeiner Verwaltungsvertreter der Gemeinde Baddeckenstedt ist Samtgemeindebürgermeister Frederik Brandt. 

Sprechzeiten des Bürgermeisters:
Nach vorheriger Terminabsprache mit dem Ratsbüro der Samtgemeindeverwaltung


Baddeckenstedt

Die Existenz des Ortes Baddeckenstedt wird durch die älteste bisher bekannt gewordene Urkunde, in der von König Heinrich V. ein Tausch von Gütern zu Baddeckenstedt bestätigt worden ist, auf das Datum 04. Juli 1109 zurückgeführt. Eine Besiedelung wird aber schon mehrere hundert Jahre zuvor an diesem quellenreichen Ort südseitig des Innerste-Ufers begonnen haben. Die Existenz des Kirchenbauwerks soll nach einer nicht mehr auffindbaren Nachricht des Pastors Sostmann (1719) schon im Jahr 1095 belegt worden sein. Die damals um den Ort „Batikanstede“ oder“ Bathchenstede“ gelegenen Siedlungen und Ländereien werden bis zum 16. Jahrhundert hauptsächlich von Grafen bzw. Bischöfen der Wohldenberger- und Hildesheimer- Residenzen verwaltet. Die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts vollzogenen Machtwechsel haben den Ort in die Herrschaft von Braunschweig, dann wieder von Hildesheim, später Preußen und zu den Zeiten Napoleons auch dem Königreich Westfalen (1807 – 1813) zugeordnet. 1813 kam die Eingliederung in das Kurfürstentum Hannover, welches 1814 Königreich wurde. Nach der Schlacht von Langensalza 1866, an der auch Baddeckenstedter Bürger teilnahmen, wurde der Hannoversche Herrschaftsbereich vom Königreich Preußen annektiert.

Die Industrialisierung zog mit dem Bau der Zuckerfabrik 1870 – 71 in das bis dahin nur südseitig der Innerste angesiedelte Bauerndorf ein. Seit 1875 hat dann auch die zwischen Hildesheim und Goslar gebaute Eisenbahnlinie weitere Voraussetzungen für Industrieansiedlungen geschaffen und den Postkutschenverkehr abgelöst. Es entstanden an der Hauptverkehrsstraße (heutige B 6) eine Konservenfabrik (1897) und in der unmittelbar angrenzenden Gemarkung Oelber a.w.W, gegenüber dem Bahnhof, eine Poststation (1889) und am westseitigen Ortsrand von Baddeckenstedt ein Kalkwerk mit großem Brennofen (1885).

Das zum Ende des 18. Jahrhunderts entstehende Vereinswesen und die schon 1882 gegründete Freiwillige Feuerwehr waren, begleitend zum wirtschaftlichen Fortschritt, ein Zeichen für ein neu entstehendes patriotisches Bewusstsein. Die beiden großen Weltkriege verlangten der Baddeckenstedter Bevölkerung wieder ein hohes Maß an Einschränkungen und Abgaben ab. Der 2. Weltkrieg endete für Baddeckenstedt mit der Kontrollherrschaft der amerikanischen Truppen am 11. April 1945.

Am 1. August 1941 wurden Baddeckenstedt und die benachbarten Innerstetal-Dörfer dem Landkreis Wolfenbüttel und damit wieder dem Braunschweiger Land zugeordnet. Diese von der Reichsregierung in Berlin erzwungene Grenzregulierung stand im Zusammenhang mit der Gründung der Stadt Salzgitter.

Die Einwohnerzahl ist durch die Kriegsereignisse und die damit verbundene Aufnahme der Vertriebenen von 561 im Jahr 1933 auf 1.124 im Jahr 1949 gestiegen. Der aus dieser Überbevölkerung erforderlich gewordene Siedlungsbau am Südrand der Gemeinde (Hopfenbergsiedlung) und am Rasteberg (bis in die Gemarkung Oelber a.w.W.) hat das Ortsbild erneut verändert.

Die von der Verwaltung zusammengefassten Ortschaften Wartjenstedt, Binder, Rhene, Oelber a.w.W. und Baddeckenstedt bilden seit 1974 nun den neuen Gemeindeverband Baddeckenstedt mit zurzeit ca. 3.140 Einwohnern.  Zusammen mit den Mitgliedsgemeinden Burgdorf, Elbe, Haverlah, Heere und Sehlde ist dieser Bereich seit dem 1. März 1974 die Samtgemeinde Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel.

Die ursprüngliche Ortschaft Baddeckenstedt hat sich in den Zeiten von 1975 - 2023 an vielen Stellen deutlich gewandelt. Besonders sind der Rückgang der früher das Ortsbild prägenden bäuerlichen Strukturen und die Beseitigung der Industriebauwerke (Zucker- u. Konservenfabrik) zu benennen. Aber auch viele der in den 50er und 60er Jahren als stabil anzusehenden Familienbetriebe haben dem Angebot der im Außenbereich neu entstandenen Verbrauchermärkte nicht standhalten können. Die frei gewordenen Nutzflächen wurden aber mit anderen Angeboten wiederbelebt. Somit hat Baddeckenstedt bis jetzt seinen Bürgern, zurzeit sind es 835 Einwohner mit Erstwohnsitz, immer ein umfangreiches Waren- und Dienstleistungsangebot präsentieren können. 

Das, aus der Verwaltungsreform des Jahres 1974, erwachsene Grundzentrum Baddeckenstedt verfügt über fast alle infrastrukturell relevanten Ausstattungen. Die Einbettung in das landschaftlich schöne Innerstetal zwischen den westseitig gelegenen Ausläufern der Hainberge und der im Norden auslaufenden Salzgitter-Höhenzüge bildet ein attraktives Wohnumfeld mit viel Erholungs- und Freizeitwert.

Das Wohnen, Leben und Arbeiten in unserem Ort an der mittleren Innerste wird auch nach mehr als 900 Jahren Dorfgeschichte weiterhin in einem steten Wandel verlaufen aber für die Menschen sicherlich immer interessant bleiben.

31.10.2023 - Karl Heinz Scholz


Binder

Mit knapp 180 Einwohnern ist Binder der kleinste Ort in der Samtgemeinde Baddeckenstedt. Ein konkretes Gründungsjahr ist nicht überliefert, so dass wie bei benachbarten Dörfern oftmals die erstmalige Erwähnung in einem zwischen 1153 und 1178 erstellten Lehnsregister des Reichstiftes Gandersheim zu Grunde gelegt wird. In diesem Lehensregister ist Binder mit „einer Hufe Land“ und einer Mühle vermerkt. Insofern ist anzunehmen, dass es sich bei der Bindermühle an der Innerste um das erste amtlich dokumentierte Gebäude in Binder handelte. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich für Binder im Jahr 1213.

Geht man von späteren Angaben aus, muss es etwa zu diesem Zeitpunkt bereits eine Marienkapelle auf dem Thieberg gegeben haben, die als Tochterkirche von Holle dort bis 1346 eingepfarrt war. Die historische Bezeichnung „Thie“ als Versammlungsplatz passt noch sehr gut zu der heutigen Freifläche nördlich der Kirche, die von einer großen etwa 400 Jahre alten Linde beherrscht wird.

In der ersten amtlichen Urkunde von 1312 wird ein größeres Gut erwähnt. Wann das auch bis in die Neuzeit als Rittergut bezeichnete Gebäude errichtet wurde, ist unbekannt. Da es jedoch im Lehnsregister nicht erwähnt war, ist von einem Bau etwa im 13. Jahrhundert auszugehen. Das Rittergut war ein Besitztum der Grafen vom Wohldenberg, die damit das Rittergeschlecht derer von Heere belehnt hatten.

Nach Anspruchsstreitigkeiten wurde später urkundlich das Rittergeschlecht von Linde Besitzer des Gutes. 1553 starb der Letzte der Familie bei der Schlacht von Sievershausen und das Gut fiel wieder an das Reichsstift Gandersheim zurück.

Vermutlich im 16. Jahrhundert wurde das Rittergut baulich stark verändert und erweitert. Das zweite Wohnhaus (dreiflügeliges Schlossgebäude) wurde 1957 abgerissen. Zur Zeit des 30jährigen Krieges bot das als Wasserburg mit Zugbrücke angelegte Rittergut einigen Schutz.

Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig übertrug die früheren Lehen des Rittergeschlechts Linde seinem Kanzler, Dr. Johann Stopler. Damals hatte ein promovierter Jurist, der aus dem Bürgertum stammte, am Fürstenhof den Rang eines Adligen. Die Belehnung mit einem Rittersitz bedeutete, dass dieser Aufstieg auch für seine Nachkommen gesichert war. Seine Kinder und Enkel hatten sich baulich in Binder betätigt, sie ließen u. a. 1615 die Kapelle auf dem Thieberg durch einen Kirchenneubau ersetzen, denn nach dem Erlöschen des Lindeschen Patronates wurde die Pfarre Eigentum derer von Stopler.

1816 erlosch die Familie von Stopler und das Gut fiel an die Königliche Klosterkammer zurück. Nach dem Tausch des Gutes gegen den Zehnten von Derneburg wurde die Familie zu Münster neuer Herr auf Binder. 1932 verkaufte Friedrich Georg zu Münster das Gut an Heinrich Heine und über Hans-Ulrich Heine ging 1961 der Besitz an die Familie von Alten bzw. von Bitter über. Einem Steuerregister zufolge lebten 1664 in Binder 67 steuerpflichtige Personen über 14 Jahre. Auf dem Rittergut waren es noch einmal 28 Menschen und außerdem werden 6 Familien als „Häuslinge mit eigener Hütte“ aufgeführt.

Binder ist 1760 mit 34 Haushalten im Amt Wohldenberg aufgeführt. Im Jahr 1773 soll es im Dorf etwa 35 Wohnhäuser mit 100 Menschen sowie auf dem „adligen Hofe“ noch einmal 35 Personen gegeben haben. Zwischen 1779 und 1789 wurde das Opfermannshaus neben der Kirche gebaut, das mit seinen Anbauten bis 1962 als Schulhaus diente.

Eine erneute Steuerliste von 1884/1885 nennt nunmehr 308 steuerpflichtige Einwohner, von denen wiederum 45 auf dem Gutshof lebten. Im Jahr 1910 soll es in Binder 257 Einwohner gegeben haben.

Durch den starken Zuzug von Flüchtlingen (Vertriebenen) aus den früheren deutschen Ostgebieten erhöhte sich die Einwohnerzahl von Binder nach dem 2. Weltkrieg auf zeitweise mehr als 400 Personen.

1919 erhielt das Dorf Anschluss an das Stromnetz und 1950 an die Wasserversorgung – der Anschluss an die Kläranlage folgte erst im Jahr 2001. Binder hatte zeitweise mehrere Lebensmittelgeschäfte (Kolonialwaren), eine Bäckerei, eine Fleischerei, eine Gärtnerei, eine Schmiede, einen Friseur, eine Gastwirtschaft sowie eine Poststelle. Sämtliche diese Geschäfte und Einrichtungen sind spätestens seit den 1990er Jahren nicht mehr vorhanden.

Das Dorfgemeinschaftshaus wurde 1985 neben dem 1968 gebauten Feuerwehrhaus errichtet.

Über klassische Neubaugebiete verfügte Binder nicht. Größere Baumöglichkeiten ergaben sich nur Anfang der 1970er Jahre als im ehemaligen Pfarrgarten (heutige Straße „Kirchgasse“) 5 Bauplätze entstanden. Die Dorfansicht wurde zudem durch den Abriss der so genannten Bäckerhäuser – früherer Wohnhäuser für die Landarbeiter des Gutshofes – am Ostende des Oberen Weges in den frühen 1980er Jahren verändert. In einem Zeitraum von etwa 1980 bis 2020 wurden durch Lückenbebauungen mehrere Neubauten errichtet. Weitere 6 Bauplätze wurden erst im Jahr 2022 entlang des Oberen Weges geschaffen.

Binder gehörte bis 1866 dem Amt Wohldenberg an und war somit Teil des Ambergaus, bis es dann zunächst in Preußen für nahezu 100 Jahre zu einer eigenständigen Gemeinde wurde. Seit etwa dieser Zeit besitzt die Kirchengemeinde Binder auch einen eigenen Kirchenvorstand

Neben dem 1953 gegründeten Tischtennisverein TTC Binder und der 1902 gegründeten Feuerwehr beleben heute die so genannten Fuhen-Frauen, ein Seniorenkreis und die Seniorengymnastik das Dorf.

Binder, im April 2024
Elke Grenz


Oelber am weißen Wege

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Oelber a. w. Wege erfolgte nach den bisherigen Erkenntnissen 1226 im Lehensregister der Edelherren von Meinersen. Der Ortsname selbst ist nicht alltäglich und seine Deutung ist umstritten. Die Schreibweise des ersten Teiles „Oelber“ hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Formen durchlaufen, von „Olbere“ über „Ölper“ und „Ölber“ bis zum heutigem „Oelber“. Dr. Werner Flechsig sieht in dem ersten Teil des Namens die Ortsform „Alabure“, in welchem das aus dem lebendigem Sprachschatz verschwundene Wort „alah“ = Heiligtum steckt. Die Endung „ber“ oder „per“ hat seinen Forschungen nach letztendlich die Bedeutung „Siedlung auf der Höhe“. Frei übersetzt bedeutet der Name Oelber demnach etwa „Heiligtum auf der Höhe“. Nach dieser Interpretation des Ortsnamens könnte die erste dörfliche Siedlung in unserem Ort zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert entstanden sein. Der Zusatz „am weißem Wege“ ist wesentlich jüngeren Datums. Er dient zu Unterscheidung mit dem nahe bei Braunschweig liegenden Dorf „Ölper“. Beide Orte gehörten zum Herzogtum Braunschweig und sind sprachlich sehr identisch. Der „weiße Weg“ selbst ist eine frühere Verbindungsstraße auf dem Kalkgestein des Rasteberges nach Groß Elbe.

Die Geschichte des Ortes Oelber am weißen Wege ist untrennbar mit dem Namen des Adelsgeschlechts von Cramm verbunden. Vom Jahre 1296, als dieses Geschlecht erstmalig in Oelber urkundet, bis in die Gegenwart hinein sind Zweige der Familie im Ort ansässig. Mit dem Namen Oelber stehen u.a. Aschwin von Cramm (…1528), ein Freund und Weggefährte Martin Luthers und der als „Tennisbaron“ zu Weltruhm gelangte Gottfried von Cramm (*1909  …1976), welcher auf dem von Crammschen Familienfriedhof in Oelber seine letzte Ruhestätte gefunden hat, in Verbindung. Ebenfalls weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt ist das Schloss, seit jeher Sitz der Familie von Cramm. Die Vorläuferin des heutigen Schlosses, eine Wasserburg, wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert von den von Meinersen erbaut. Mit diesen und anderen Adelsfamilien teilten sich die von Cramm über viele Jahrhunderte hinweg mit wechselnden Anteilen den Besitz. Nachdem 1686 das letzte Miteigentümergeschlecht, die von Bortfeld, erloschen waren, wurden die von Cramm Alleineigentümer des Schlosses und der dazugehörenden Besitzungen. Das Schloss wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach baulich umgestaltet. In vielen Fehden und Kriegen beschädigt, so u.a. durch die Besetzung des Kriegsherrn Tilly im Jahre 1626, erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen vor etwas über 150 Jahren durch den damaligen Schlossherrn Adalbert Hildemar von Cramm. Der Bau der St.-Annen-Schlosskirche von 1592 bis 1594 ist auf die Initiative von Mitgliedern der Familie von Cramm zurückzuführen. Das Gotteshaus erfuhr im Laufe seiner nun über 400jährigen Geschichte manche bauliche Veränderung.

In wirtschaftlicher Hinsicht war der Ort vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Das von Cramm´sche Rittergut mit seinen über 800 Morgen Land, den umfangreichen Viehbeständen und Nebenbetrieben wie Brennerei und Brauerei, gab vielen Familien Lohn und Brot. Eine Ziegelei und ein Kalkwerksbetrieb, beides gegen Ende des letzten Jahrhunderts gegründet, haben ihren Betrieb vor Jahren eingestellt und sind größtenteils aus dem Ortsbild verschwunden. Sie gehörten zu den wenigen nicht von der Landwirtschaft geprägten Betrieben im Ort.

Wie in vielen anderen Orten so hat sich auch in Oelber eine ausgeprägte Vereinslandschaft entwickelt. Der Gesangverein, vor über 130 Jahren gegründet, ist die älteste Vereinigung in dieser Kette. Die Freiwillige Feuerwehr blickt auf ein über 125jähriges Bestehen zurück. Auch die jüngeren Vereine, wie der weit über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannte Fanfarenzug, der 10-Groschen-Club und die Seniorenvereinigung, bieten den Bürgern viel Betätigungsmöglichkeiten.

Auf Initiative dieser Vereine geht die Gründung des Bürgervereins Oelber a. w. Wege e.V. und der Bau des Dorfgemeinschafthauses zurück, welches offiziell 1986 seiner Bestimmung übergeben wurde. Bis zum Ende der Hildesheimer Stiftsfehde hatten die Bischöfe von Hildesheim die Lehenshoheit über Schloss und Dorf Oelber a. w. Wege. Danach gehörte Oelber ab 1523 zum Herzogtum Braunschweig. Im äußersten südwestlichen Zipfel ihres Herrschaftsbereiches gelegen, umgeben von „fremden Territorien“, behielten es die Herzöge über alle Wirren hinweg in ihren Händen. Die ehemalige „Landesgrenze“ ist heute nur noch schwer nachzuvollziehen. So gehört, grob gesagt, der gesamte „Rasteberg Südhang“, bis auf die Ruine der Konservenfabrik und die darum liegenden Häuser, zu Oelber. Somit liegen auch große Teile des Einkaufszentrums, die „Hauptschule mit Orientierungsstufe Baddeckenstedt“, die Post usw. auf Oelberschem Gebiet. Im Jahre 1974 verlor das Dorf im Zuge der niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform seinen Status als selbständige Gemeinde und ist seitdem Teil der neuen Verwaltungseinheit, der „Gemeinde Baddeckenstedt“.

Die Einwohnerzahl des Dorfes Oelber a. w. Wege dümpelte über die Jahrhunderte hinweg so zwischen 300 und 400 herum. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges vervierfachte sie sich. Kein anderes Dorf der näheren und weiteren Umgebung hat eine derartige Expansion erfahren. Das wirkt sich natürlich auf den Charakter des Ortes aus. Frühere Chronisten bezeichneten Oelber u.a. als „malerisches kleines Dorf zwischen bewaldeten Höhenzügen gelegen“. Von diesem Flair ist wenig geblieben. Planungen lassen erahnen, dass auch der letzte Rest dieser einstigen Idylle bald in einer Art moderner Vorstadtsiedlung aufgehen wird.

Aus der Festschrift übernommen von Herrn Norbert Söchtig



Rhene

So wie auch in den angrenzenden Orten geht man davon aus, dass an den Ufern der Innerste erste Siedlungen und Häuser errichtet wurden. Der fruchtbare Boden im Umland und die Wasserkraft der Innerste haben vermutlich zu diesen ersten Ansiedlungen geführt. Ein Nachweis dafür lässt sich allerdings erst mit den ersten urkundlichen Erwähnungen belegen. So auch für unseren Ort.

Rhene ist eines der ältesten Dörfer des Landkreises. Es wird vermutet, dass das Dorf über die Namen Hrieon, Renethe zu dem Namen Rhene gekommen ist. Bei diesem Dorf Hrieon, wo zwischen 856 u. 891 ein gewisser Ghermo lebte, dem das Kloster Corvey eine Hufe Landes übergab, kann es, weil es im Ambergau lag, sich nur um Rhene handeln. 1542 ist erstmals erwähnt, dass die Kapelle Rhene als Filia zu Wartjenstedt gehörte. 1752, als die Kirchturmspitze abgenommen wurde, fand man eine schriftliche in Pergament gebundene Nachricht, welche aber so verdorben u. unleserlich war, dass nur die Zahl ..90 zu lesen war. Man schließt daraus, dass die Turmspitze aus dem 12ten Jahrhundert stammt. Ein Prozess des königlichen Oberlandesgerichtes in Celle im Jahre 1898 führte dazu, dass die beklagte Kirchengemeinde Wartjenstedt verurteilt wurde, an die klagende Kirchengemeinde Rhene 500 Mark und die Kosten des Prozesses zu zahlen. Das Baujahr der Rhener Kapelle ist nicht bekannt. Eine Veränderung des Gebäudes ist wahrscheinlich 1614 vorgenommen worden, um im Innenraum mehr Licht zu bekommen. In dem Fenstersturz auf der Südseite ist die Zahl 1614 zu lesen. Im verschieferten Turm hängt die 1502 in Hildesheim gegossene Bronzeglocke. Die Glocke wurde im 1. und 2. Weltkrieg wahrscheinlich wegen ihres Alters u. Größe nicht eingeschmolzen.

Im Jahre 1942 wechselte die Kirchengemeinde Rhene von der Hann. Landeskirche zur Braunschw. Landeskirche über.

Auf dem Friedhof an der Kirche wurden bis 1955 die Toten bestattet.

Rhene hatte mit Frau Berta Kassel eine 100-jährige Einwohnerin, die am 22. März 1897 geb. wurde und am 19. Dezember 1997 verstarb. Ihr wurde zu Ehren eine Gedächtniseiche gepflanzt. Die steht auf dem alten Friedhof, dicht an der B6.

Die Kirchengemeinde Rhene schied 1969 aus dem Pfarrverband Wartjenstedt aus, wurde mit Gründung des neuen Pfarrverbandes Baddeckenstedt, Oelber a. w. W. und Rhene der Probstei Goslar zugehörig.

Neue Veränderungen und Anforderungen machten es 2020 notwendig innerhalb der Landeskirche Braunschweig und der Probstei Goslar dem neugegründeten Kirchengemeindeverband Innerstetal mit seinen 12 Kirchengemeinden beizutreten.

An unserer Rhener Kirche wurden beginnend von 1990 bis heute die Außen-Fassade, der Innenanstrich und die Steuerung des Läutwerkes renoviert. Im Jahre 2021 erhielt die Kirche ein neues Dach und noch in diesem Jahr werden die Mosaikfenster aufwendig restauriert.

Das an der Nordwand in der Kirche hängende Ölgemälde mit der Kreuzigung Christi ist ein Geschenk des Lehrers Julius Freter, der um die Jahrhundertwende zum 20igsten Jahrhundert in Rhene seinen Dienst tat. Nach seiner Versetzung an die Kunstgewerbeschule Breslau ließ er das Gemälde anfertigen und schenkte es der Rhener Kirche.

Die Kirchengemeinde Rhene hat zurzeit 132 ev. luth. Mitglieder.


Im Jahre 1188 wurde von zwei Mühlen in Rhene berichtet, eine Öl- und eine Sägemühle. Später wurde nur noch eine Mühle erwähnt. 1972 pachtete der Mühlenbesitzer K. H. Hahne, Bad Oeynhausen, diese von den Gebr. Mackensen und kaufte sie im Dezember 1997. In den letzten Jahren wurden hier täglich bis zu 40 Tonnen Gerste zu Graupen vermahlen. Auf einer Tafel an der östlichen Giebelwand ist in römischen Zahlen 1759 eingearbeitet. Wahrscheinlich hat das Kloster Wöltingerode in diesem Jahr Reparatur- oder Wartungsarbeiten durchgeführt.

2010 fand das letzte Mal in und um die Rhener Graupenmühle ein Mühlenfest statt, bevor sie von der Firma Hahne im Jahre 2013 endgültig geschlossen und veräußert wurde. Heute befindet sich die Mühle im Privatbesitz und erzeugt mit ihren Turbinen Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird und somit einen Beitrag zu Reduzierung von CO2 leistet.

Aber die stillgelegte Mühle wurde unter anderem noch einmal im Jahre 2013 Kulisse für ein Theaterstück, dass das Forum für Kunst und Kultur e.V. aus Heersum im gesamten Dorfbereich aufführte - „Der Hakelmann stirbt nie“.

Am 20. Januar 1902 entschlossen sich 26 Bürger in Rhene eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Als 1. Brandmeister wurde der Landwirt Heinrich Hartmann (von 1902 bis 1934) gewählt. Danach die Landwirte Heinrich Müller, (von 1934 bis 1958) Wilhelm Grabbe jun. (von 1958 bis 1983), Ewald Seggelke (1983 bis 2008), Klaus Voss (von 2008 bis 2014) und seit 2014 leitet Marc Arndt die Wehr.

Als erstes wurde eine Handdruckspritze angeschafft. Danach folgte im zweiten Weltkrieg eine TS 8 mit einem DKW—Motor zum Antrieb der Wasserpumpe.

Im Jahre 1960 bekam die Wehr eine TS 8 mit VW-Motor, welche dann auf einem Anhänger oder dergl. transportiert wurde. Der Inhaber der Baubetriebe Walter Klaus, Rhene, schenkte der Freiwillige Feuerwehr ein neues Ford-Fahrzeug für über 12.000,- DM. Nach den ausgeführten Einbauarbeiten wurde das kompl. Fahrzeug von Herrn Klaus im Beisein des Bezirksbrandmeisters an den damaligen Brandmeister Herrn Wilhelm Grabbe am 9. Mai 1970 übergeben. Dieses Fahrzeug hat in der Wehr treue Dienste geleistet.

Abgelöst wurde das Ford-Fahrzeug im Jahr 2000 dann von einem neuen Fahrzeug TSF mit neuen Aufbauten und Ausstattungen von der Brandschutztechnik Görlitz und leistet bis heute gute Dienste. Immer neue Anforderungen an die Wehr machen allerdings einen Ersatz in den nächsten Jahren notwendig.

Mit der Beschaffung des neuen Fahrzeugs erzielte die Wettkampfgruppe in den folgenden Jahren viele Erfolge auf Samtgemeinde-, Kreis- und Bezirksebene. 2011 wurden diese Erfolge dann mit der Leistungsspange in Schöppenstedt gekrönt.

Das letzte große Feuerwehrfest zum Anlass des 100-jährigen Bestehens fand im Jahre 2002 statt. Die Freiwillige Feuerwehr hat heute 20 aktive, 14 Alters- und 17 fördernde Mitglieder. Der Kleinkaliber Schützenverein KKS v. 1928 e. V. Rhene wurde 1928 gegründet. Der erste Vorsitzende wurde der Landwirt Wilhelm Grabbe sen.

Weitere Gründungsmitglieder waren Hermann Lippmann und Heinrich Krome. Auf der Rhener-Höhe, in der Weide W. Grabbe, wurde ein Schießstand gebaut. Dieser hatte ein Loch mit zwei Wechselscheiben. Als Gebäude wurde ein Holzhäuschen gebaut. Später wurde dann ein gemauertes Gebäude erstellt, nach weiteren Umbauten eine KK-Scheibenzuganlage mit Handbetrieb. Im Jahre 1992/93 wurde die Anlage auf elektr. Betrieb umgebaut. Geringere Nutzung der Anlage, neue Auflagen und Anforderungen an diesen Schießstand führten dann letztendlich im Jahre 2021 zur Schließung.

Der KKS hatte bis heute 6 Vorsitzende und feierte bisher 5 Schützenfeste. Heute sind im KKS 45 Schützenbrüder und Schützendamen. Seit 2002 leitet Jürgen Kassel als 1.Vorsitzender des Vereins die Geschicke. Das letzte große Schützenfest richtete der Schützenverein im Jahre 2008 aus.

In den Jahren 2003 und 2004 machten sich die Schützen und Feuerwehrleute auf, ein Feuerwehrgeräte- und Schützenhaus in Eigenleistung zu bauen. Unter der Bauleitung von Herrn Manfred Spychalski leisteten die Freiwilligen aus Feuerwehr und Schützenverein viele Stunden fleißig an diesem Bau, der am 7. Juli 2007 offiziell eingeweiht wurde.

 Dieses Feuerwehrgeräte- und Schützenhaus verfügt über einen Schulungs- und Gemeinschaftsraum, einen Gerätebereich für das Fahrzeug und Ausrüstung und im Obergeschoss über einen modernen Luftgewehrstand mit Lichtpunktschiessanlage.

Mit der Schließung der Gastwirtschaft Staake im Jahre 2008, die bis dahin das Vereinslokal für alle ortsansässigen Vereine war, wurde durch das nunmehr offiziell eingeweihte Gebäude gewährleistet, dass die Vereine weiterhin einen geeigneten Versammlungsort haben.

Zur Jahrtausendwende 1999 / 2000 wurden dann 2 Neubaugebiete in der Rhener Ortschaft erschlossen und bebaut.

Da ist zum einen das Neubaugebiet „Rhener Alpen“, dass mit seinem Wohn- und Gewerbegebiet kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch neuen Wohnhäusern eine Heimstatt bietet.

Dieses Neubaugebiet befindet sich zwischen Rhene und Baddeckenstedt an der Bundesstraße 6, und hat sich auch mit seinen 2 Lebensmittelmärkten zu einer Begegnungsstätte vieler Einwohner der umliegenden Gemeinden entwickelt.

Und da ist zum anderen das 2. Neubaugebiet mit der Straße „Himmelbleek“ auf der Rhener Höhe, welches mittleiweile 7 Häuser beherbergt.

Die Einwohnerzahl, die bis zum Bau der Neubaugebiete viele Jahre um die 220 Einwohner schwankte, zählt nunmehr 316 Einwohner im Jahre 2023.

Text übernommen von Herbert Homeyer bis 1999

ergänzt von Rolf Heinecke in 2023


Wartjenstedt

Wartjenstedt ist ein kleines Dorf mit circa 400 Einwohnern, das mitten im Salzgitter Dreieck liegt, umgeben von den Autobahnen 7 und 39, der Bundesstraße 6 und 6 Brücken.

Trotz sehr guter Verkehrsanbindung mit dem PKW in die umliegenden Großstädte Hildesheim, Braunschweig und Hannover ist das Dorf eingebettet in eine reizvolle Landschaft im Innerstebergland, umrahmt von bewaldeten Hügeln, Feldern, vom Kiesabbau entstandenen Teichen und der Innerste.

Erwähnt wurde Wartjenstedt das erste Mal 1153 bis 1178 als Wartekenstede in einem Lehnsregister, in dem Graf Ludolf von Wohldenberg seine vom Reichsstift Gandersheim erhaltenen Güter aufführte. Der Name Wartjenstedt bedeutet wahrscheinlich Wahrzeichenstätte, von dem althochdeutschen Wort „Warta“, was so viel heißt wie ausspäen, Ausschau halten. Dieser Name entstand durch ein in Wartjenstedt stehendes Zeichen, das weithin sichtbar war und die Kaufleute auf eine Furt über die Innerste aufmerksam machte.Die Siedlung ist aber sehr viel früher, irgendwann im 8. Jahrhundert gegründet wurden, worauf die Endung -stedt hinweist.[1]

Vom 1. Oktober 1818 bis 15. Februar 1864 wurde auf dem Hof, heute Hildesheimer Straße Nr. 14, im 19. Jahrhundert der Hof Nr. 1 ein Posthof betrieben. In dem Hauptgebäude gibt es einen Saal, in dem eine besondere Bildtapete aufgehängt ist. Sie wurde 1834 entworfen und stellt einen bunten Bilderbogen aus Nordamerika dar. Ein weiteres Exemplar dieser Tapete ließ Jacqueline Kennedy im Weißen Haus in Washington aufhängen.

Nach dem Teilabbruch der alten evangelischen Kirche 1870 wurde ein neues Kirchenschiff an dem aus dem Mittelalter stammenden Turm gebaut. Planer und Erbauer war der Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase (1818 bis 1902), der wegen Zahnschmerzen nicht an der Einweihungsfeier im Jahr 1873 teilnehmen konnte.

Pastoren von Wartjenstedt sind mit Vakanzen seit 1542[2] verzeichnet. Hinweise auf Kirche und Pastoren gibt es seit dem 13. Jahrhundert. Seit 1973 gehört die Kirchengemeinde zum Pfarrverband Westerlinde mit den Dörfern Wartjenstedt, Binder, Westerlinde und Osterlinde. Die katholischen Einwohner werden von der Kirchengemeinde Wohldenberg betreut. Der neue Friedhof mit Kapelle entstand 1964/65 östlich von Wartjenstedt.

Die dorfeigene Schule leitete der Lehrer Karl Gerves von 1907 – 1947, bis zur Auflösung der Schule 1962 übernahm Erich Gebauer die Leitung. Die zuständige Grundschule befindet sich seitdem in Groß Elbe. Die Kinder werden mit dem Bus dorthin befördert.

Die landwirtschaftliche Struktur Wartjenstedts wurde von 11 Hofstellen geprägt, von denen aber durch den Autobahnbau (Fertigstellung 1962) und die damit verbundene Flurbereinigung nur 5 bewirtschaftete Höfe übrigblieben. Heute gibt es noch 2 Ackerbaubetriebe und einen Milchviehbetrieb.

Den Strukturwandel dokumentiert der imposante Neubau der Firma Ernst Ullrich mit 3600 m² auf 2 Etagen, deren Einweihung man im Jahr 2000 endlich feiern konnte. In dem Gebäude haben weitere Firmen ihren Platz gefunden. Der Betrieb wird heute von Martin Ullrich in 2. Generation weitergeführt.

Seit dem 1. August 1941 gehört Wartjenstedt zum Landkreis Wolfenbüttel. Davor, ab 1275 einige Jahrhunderte mit Unterbrechung zum Amt Wohldenberg, das mit zum Hochstift Hildesheim gehörte.

Am 1. März 1974 erfolgte die Eingemeindung in die Gemeinde Baddeckenstedt, zusammen mit den Dörfern Binder, Rhene, Baddeckenstedt und Oelber am weißen Wege.

Nach dem Krieg fanden in Wartjenstedt viele Flüchtlinge aus dem Osten eine neue Heimat.

15 Siedlungshäuser wurden gebaut. Die 2. Generation dieser Siedler bestimmte das politische und kulturelle Leben in unserem Ort maßgebend mit.[3]

In der Zeit fanden auch große Reiterfeste auf der „Binder Mühle“ statt. Die Mühle wurde einige Jahrhunderte von wechselnden Besitzern betrieben. Ab 1973 – 2007 konnten meist junge Mädchen tolle Reiterferien auf dem Ponyhof verbringen. Heute befindet sich dort eine Tierarztpraxis.

Das Wehr der Mühle wird zur Stromerzeugung benutzt.

Das Baugebiet „Zum Kleiberg“ mit 10 Bauplätzen wurde 1971 erschlossen. Im Jahr 2000 folgte das Neubaugebiet „Am Holzberg“, das ebenfalls heute voll bebaut ist. Eine Bereicherung auch für unsere Vereine, da einige Neubürger sich aktiv integriert haben.

Ein reges Vereinsleben

Der als Männergesangverein Eintracht am 8. April 1865 gegründete Verein ist der älteste des Dorfes und erlebte seine Wiedergründung am 17. Mai 1901. Die Fahnenweihe fand 1926 statt.

Seit 1964 verstärkten die Damen den Verein. Die offizielle Umbenennung in „Gemischter Chor Eintracht“ fand am 1. Januar 1966 statt. Am 31. Dezember 2023 löste sich der Verein leider aus Altersgründen auf.

Aber, „jedem Ende wohnt ein Anfang inne“.[4]

Einige Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins haben sich ab Januar 2023 dem neu gegründeten Chor „Voices of Hope“ angeschlossen. Mit Erfolg stellten sie sich mit einem Konzert in unserer Kirche vor.

Die Freiwillige Feuerwehr Wartjenstedt wurde am 22. Juni 1896 gegründet. Zum hundertjährigen Bestehen 1996 fand die Weihe der von den Dorfbewohnern gestifteten Fahne statt.

1967 weihte man das neue Feuerwehrgerätehaus ein. Das 1862 mit Schlauchturm erbaute Haus war zu klein für das motorisierte Löschfahrzeug geworden.

Zurzeit stehen 35 gut ausgebildete Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner mit modernem Gerät im Notfall jederzeit bereit. Die Altersabteilung zählt 19 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 15 und daneben gibt es fördernde Mitglieder 56.

Die Treffen der Kinderfeuerwehr finden in Oelber a.w.Wege statt.

Der Sportverein W.B.R. (Wartjenstedt, Binder, Rhene) gründete sich als Fußballverein. So kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges hat der Fußball viel zu der Integration der Flüchtlinge beigetragen. Über dem Sport konnten viele Vorurteile abgebaut werden. 1975 gründete sich eine Damengymnastikgruppe.

Mit dem Bau der Gymnastikhalle, die viele Helfer aus dem Dorf gebaut haben, kamen weitere Sparten dazu. Erst Kinderturnen, Leistungsturnen, Tischtennis, Jazz-Dance für Damen, eine 2. für Jugendliche, Herrengymnastik, Judo, eine 2. Damengymnastikgruppe, Zumba für Kids. 

Im Sommer 2023 konnte leider keine Fußballmannschaft mehr gemeldet werden. Aber auch dafür gab es einen Neuanfang. Ab Januar 2024 treffen sich alle 14 Tage Interessierte im verwaisten Sportheim am Sportplatz „Binder Mühle“, um Dart zu spielen.

Der Karnevalsverein WCC Wartjenstedt Hellblau gründete sich 1983. Auch hier gab es 2023 eine Änderung. Der ursprünglich reine Männerverein wurde von den Damen übernommen. Eine Präsidentin führt jetzt die Jecken an.

Alle Vereine haben ihre Heimat in der Gymnastikhalle gefunden, in der auch große und schöne Feste gefeiert wurden und auch in Zukunft gefeiert werden können.

Die Dorfgemeinschaft hat 2003 das 850-jährige Bestehen Wartjenstedts mit vielen Gästen aus nah und fern gefeiert. Zur Erinnerung wurde ein großer Findling gespendet, der auf dem Platz des alten Schlauchturmes steht. Die Gravur: 850 Jahre Wartjenstedt 1153 – 2003.

Text überarbeitet von Ortsheimatpflegerin Sabine Kanowski.


Realsteuerhebesätze Baddeckenstedt

Realsteuerhebesätze für das Jahr 2026

1. Grundsteuer
a) für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) 425 v.H.
b) für die Grundstücke (Grundsteuer B) 425 v.H.

2. Gewerbesteuer 420 v.H.